Watt mutt datt mutt
Immer noch Stress. War wohl das erste Mal in meinem Leben, dass ich mich über einen Feiertag nicht gefreut habe. Weil er meine ganze Arbeitsplanung durcheinander wirft. An einem Feiertag kann man nun mal schlecht arbeiten gehen, jetzt muss ich sehen, woher ich die Stunden nehme, die mir durch München verloren gehen. Genug zu tun gab es heute trotzdem, so ist es nun ja nicht. Dann eben den ganzen Tag für’s nächste Referat recherchieren, sich Gedanken um das Diplomarbeitsthema machen, E-Mails abarbeiten, planen für die Veranstaltung im Bücherschloss und sich der Projektarbeit widmen. Zwischendurch trifft man sich auf eine Zigarette in der WG Küche. “Man” das bin ich und meine ebenfalls höchst stresserprobten Mitbewohner. Die eine bereitet ihre Promotion vor, feilt fleißig an ihrem Exposé und schreibt nebenbei an die 10 Bewerbungen, die andere fährt von einem Seminar zum nächsten und verbringt sogar ihren Geburtstag in einer Weiterbildung und der Mitbewohner tourt derweil mit seiner Band durch die Weltgeschichte und schafft Grundlagen für seine PR Karriere. Dabei sind wir keine Streber, sondern eher Realisten. Auch nicht karrieregeil, sondern eher bescheiden. Was uns dabei eint, ist allein der unspektakuläre Wunsch, mit unseren Fähigkeiten irgendwann mal Geld zu verdienen.

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