Unser?

•19 August 2008 • Keine Kommentare

“Auch wenn du mir gesagt hast Verspreche nie etwas, was du nicht halten kannst… ich tu es trotzdem. Ein Festival wird unser Festival sein - und das verspreche ich dir. Vorher gehe ich nicht von dieser Welt.”

Gejazzt

•19 August 2008 • 2 Kommentare

Bin zurück, bin gejazzt. Nicht unbedingt von Glück gekrönt war allerdings unser Festivalauftakt: Während Bloc Party und The Killers schon das Festival rockten, waren wir noch auf der Autobahn, mittlerweile in einem Minileihwagen der Marke Fiat. Dem vorangegangen waren ein Motorschaden, zweimal Pannenhilfe und endloses Warten an Raststätten. Mir blieb das Glück auch weiterhin nicht hold: am Samstag verlor ich kurzzeitig mein Handy unter den Füßen von 25 000 Ärzte-Fans und am Sonntag schwoll mein Oberarm in Folge eines Wespenstichs bedrohlich an… Aber egal, schnell ein kühles Bier unter die Achsel geklemmt, die schmutzigen Stiefel wieder angezogen und weitergerockt - “ein Festival ist nun mal kein Kindergeburtstag”. Strahlender Sonnenschein und Wodka aus der Honigmelone bzw. dem getapten Tetrapack brachten die Stimmung am Samstag und Sonntag dann zum Überlaufen, die Musik war erstklassig, das Gelände versank in einer Wolke aus Staub, nachdem Tausende zu “Let me in” kreischend in die Höhe sprangen. Das ist Festivalfeeling wie es sein muss. Eigentlich viel zu viel Input für einen unrockbaren Blogeintrag…

YEAH!

•15 August 2008 • Keine Kommentare

Tocotronic, Bloc Party, The Killers, Kettcar, The Hives, Die Ärzte, Serj Tankian, Beatsteaks.

Let’s rock!

Honigkuchenpferd

•14 August 2008 • Keine Kommentare

Erst fällt mir im Supermarkt eine Flasche Rotwein vor die Füße, dann funktioniert meine EC-Karte nicht und das Bargeld reicht auch nicht aus, um zu bezahlen. Aber da ich seit Tagen gute zehn Zentimeter über dem Boden schwebe und mein Kopf in rosa Wolken steckt, kann ich nicht aufhören zu lächeln. Bonito todo me parece bonito… So fühlt es sich also an. Ich dachte schon, ich könnt’s nicht mehr.

Nicht lustig

•13 August 2008 • Keine Kommentare

“Zwei Wochen bis zum Versenden der Ergebnisse? Das glauben Sie doch selbst nicht! Das dauert immer länger und manchmal kommt gleich gar nichts bei uns an. Machen Sie den Test mal ruhig, wenn Sie wieder in Deutschland sind. Ob Sie das Stipendium bekommen oder nicht, entscheidet sich sowieso schon vor dem 31. Oktober, egal was bei ihrem TOEFL rauskommt.”

Also mal ehrlich, so langsam fühle ich mich echt bisschen verkackeiert…

Gemeinsam allein

•12 August 2008 • Keine Kommentare

Wir kennen uns ein Leben lang. Seit wir uns erinnern können, erinnern wir uns aneinander. Wir haben die gleiche Vergangenheit aber nicht die gleiche Zukunft. Wir sind Zigeuner. Uns selbst genug. Egoisten, wenn es darum geht, auszubrechen und endlich alles besser zu machen. Das macht uns identisch und treibt uns auseinander. Was bleibt sind nur Momente. Momente, in denen wir uns minutenlang ansehen können, wortlos bewundern, was der andere ist. Momente, um endlich alles richtig zu machen, sich selbst zu vergessen. Zu vergessen, dass eigentlich immer alles schwierig sein muss.

TOEFL

•8 August 2008 • 2 Kommentare

Zwei Anrufe in den Niederlanden bedurfte es allein, um mich für den Test zu registrieren. Damals dachte ich schon “Nicht so ganz ausgereift das System hier…” Allerdings hätte ich nun nicht damit gerechnet, heute mit tausend anderen einem weltweiten Serverstreik ausgesetzt zu sein. Nichts ging mehr. Im Testzentrum in Berlin als auch in allen anderen Testzentren rund um den Erdball ein waschechtes Chaos. Und die Leute gingen voll ab. Klar verständlich, fast jeder zweite Teilnehmer hat eine wichtige Bewerbung laufen, für die fristgerechte Testergebnisse unerlässlich sind. Ich ja auch. Ja und ich bin ebenfalls die nächsten zwei Monate im Ausland. Ja und? Das war höhere Gewalt heute, da hilft auch Motzen nix. Deswegen habe ICH gelacht, lauthals dumme Witze gerissen und bald Sympathisanten gefunden. Erst lachten wir über unsere absurde Situation, danach über die Personen, die sich drei Stunden lang tierisch aufpissten und schließlich fast noch auf das Personal im Testzentrum losgingen…

Naja zumindest war ich nicht ganz umsonst in Berlin, ich habe Cali und Panteón gesehen und das reicht aus, um Berlin auch ohne TOEFL mit einem Lächeln auf dem Gesicht zu verlassen. Und falls die Verantwortlichen ihren monopolistischen Sauhaufen mal geregelt kriegen, mach ich den Test dann eben in Prag. Alles wird gut.

Papakind

•6 August 2008 • Keine Kommentare

Meine Mutter neulich: “Was deinen Vater angeht, bist du wie ein kleines, unbelehrbares Kind: du tatscht eben immer wieder auf die heiße Ofenplatte.”

Panteón Rococó

•6 August 2008 • 1 Kommentar

“Quit work, make music” stand auf dem T-Shirt des Sängers gestern Abend in Berlin. Wenn alle ihre Sache so gut machen würden, wie diese sympathische Combo aus Mexico, könnte wohl eine ganze Menge bewegt werden. Unglaublich kritisch, fanatisch ernergetisch, virtuos musikalisch. Der Rhythmus geht ins Blut, die Message auch. Uneingeschränkt empfehlenswert.

Nachtrag: Visuelles Beweismaterial hier.

Zukunft?

•4 August 2008 • Keine Kommentare

Jeder ist was er macht, fängt an, führt aus
Wenn sie unbedingt wollen, geht das heute noch raus
Raus, raus, raus mit den Gütern und Dienstleistungen
Es ist Aufschwung/ Abschwung

Alles was die Welt braucht, auf dich hat sie gewartet
Auslandsaufenthalte und summa cum laude
Und mit Empfehlungen von…
They make up the rules as we go along

Sie haben Kaufkraft geschaffen und Kaufanreiz geboten
Mit Ratenkäufen aus schweren Katalogen
So sicher, bequem und ungebunden
In ein Leben mit 36 Paybackpunkten

Und alle sind am Leben, 5 Tage, 40 Stunden
Und definieren sich über das, was man den Tag so macht
Und Hallo, was machst du so, was ist aus dir geworden
Und wie fühlt es sich so an, wenn man’s geschafft hat
Vollbeschäftigt, unbefristet, glücklich?

Sind jetzt alle gleich, nur weil wir alle gleich aussehen
Und alle gleich verstehen, dass wir das Gleiche sehen
Das Licht ausschalten und die Augen schließen
Die Hände falten für die besseren Zeiten?
Und festgehalten an allem was trägt und mitgelaufen mit allem was geht

Es ist so weit, dass das Leben sich um etwas dreht
So oft, dass das Leben nicht weitergeht
Wie Kreisel kreisen, bis sie umfallen, ausfallen, einfach stehen bleiben
Es ist der Quatsch, den alle reden
Über großen Willen zu freien Wegen
Und wir können alles schaffen denn:
Es ist gedacht für alle, es ist gemeint für jeden
Es wird genug und reichlich…

Wenn wir alle gleich sind, weil wir alle gleich aussehen,
Und alle gleich verstehen, dass wir das Gleiche sehen
Das Licht ausschalten und die Augen schließen
Die Hände falten für die besseren Zeiten?
Wir sind heiß und hungrig und hochmotiviert
Flexibel, spontan und qualifiziert
Wir sind teamfähig, unabhängig und belastbar
Uns ist heute egal, wo gestern noch Hass war.

Kettcar Geringfügig, befristet, raus